Diäten-Check: Warum verlangt der Körper nach einem Jojo-Effekt?

Traditionell wandelt der Körper 9kcal in 1 Gramm Fett um. Vor langer Zeit, als Lebensmittel hin und wieder knapp waren, war dies ein Schutzmechanismus der Natur, um Reserven anzulegen und diese zu nutzen, wenn sie irgendwann gebraucht werden. Dafür hat der Körper drei Methoden erlernt:

  • Der Körper signalisiert Hunger und verleitet seinen Bewohner zu Heißhungerattacken und sogar bulimischen Fressattacken
  • Der Körper schaltet auf Sparflamme und beschließt, weniger Energie zu verbrauchen. Ähnlich wie beim Winterschlaf des Igels verlangt der Körper nach Schlaf, Ruhe und Erholung und zwingt seinen Bewohner, Tätigkeiten weniger konzentriert und weniger effizient auszuführen
  • Der Körper beginnt, Nahrungsmittel effizienter zu verwerten und zieht aus der gleichen Nahrung bis zu 30% mehr Energie. Auf diese Weise – und das ist die gefährlichste Methode – verlangt er permanent nach Energie. Zwar mündet auch diese Methode wie bei der ersten Methode in einem Hungergefühl, allerdings nicht als kurzweilige Attacken sondern als permanent andauerndes, niemals enden wollendes Dauerhungergefühl

Was tut man also gegen diese Gefahren? Einerseits hält man sich vor Augen, was das Ziel ist. In Phase 4 erwartet den Dukaner ein unbeschwertes Leben mit nur noch einem einzigen PP-Tag. Da wollen wir alle hin. Andererseits lässt man sich nun von der Stabilisierungsphase neue Regeln auferlegen. Man darf wieder vieles Essen, aber bei weitem nicht alles. Es gibt nach wie vor Regeln für Haferkleie, Wasser und Bewegung, die unumstößlich sind. Damit besiegt man das Jojo!

Zunächst sollte man sich darüber im Klaren sein, welches Gewicht haltbar ist. Das Idealgewicht ist ein Ansatz, auch das Wunschgewicht… es gibt unzählige Berechnungsmethoden. Die Diät-Methode, die auf der Website (Link) kostenlos errechenbar ist, hat entscheidende Vorteile. Sie berücksichtigt nicht nur die Größe, das Alter und das Geschlecht des Abnehmwilligen, sondern auch seine Statur, seine Veranlagung und die Anzahl der abgebrochenen Diäten, sowie das bisher erreichte Höchst- und Tiefstgewicht.

Das persönliche Idealgewicht deckt sich also keinesfalls mit den bekannten Berechnungsformaten, auch wenn es dem BMI durchaus nahe kommt. Viel wichtiger als die Zahl auf der Waage ist das Wohlbefinden, dass erreicht wurde. Wer sich in seinem Körper wohlfühlt, wird stetig motiviert werden, dieses Gewicht zu halten. Allerdings sollte man niemals den Fehler machen, sich einen Gewichtspuffer zu verschaffen und einfach 5 Kilogramm mehr abnehmen als ursprünglich gewünscht. Der Körper rächt sich.

Um das genaue persönliche Idealgewicht zu bestimmten, genügt es nicht, alle Werte in einen Rechner einzugeben und auf das Gleichheitszeichen zu drücken. Insbesondere bei einer familiären Veranlagung zu Übergewicht, bei schwangeren Frauen, Frauen in der Menopause, bei permanentem Stress, Depressionen und der Einnahme von Medikamenten kann das Gewicht, dass man zu Erreichen versuchen sollte, schwanken. Was nützt es, wenn ein 1,90m großer Mann 80 Kilogramm anstrebt, wenn er nur 100 Kilogramm wirksam halten kann. Hire gibt es eine Lebensmittelliste zu erlaubten Lebensmitteln in der Paleo Diät.

Phase 4

Die Erhaltungsphase

Wie lange dauert die vierte Phase?

Die letzte Phase der Dukan Diät dauert ein Leben lang.

Was darf man während der vierten Phase essen?

Es gibt nun keine Beschränkungen hinsichtlich der Lebensmittel mehr. Alles ist erlaubt. Allerdings sollten Sie jederzeit das Gelernte im Hinterkopf behalten und anwenden. Nur weil Sie nun ihr Wunschgewicht zu stabilisieren gelernt haben, bedeutet das nicht, dass sie nicht wieder zunehmen können. Sie wissen nun, was eine gesunde, ausgewogene Ernährung ist und wie sie mit dieser Ernährung ihr Gewicht halten. Das ist der Schlüssel zu lebenslanger Zufriedenheit mit ihrem Wunschgewicht.

Wie darf man die Mahlzeiten geschmacklich verfeinern?

Es gibt nun keine Beschränkungen mehr.

Was darf man während der vierten Phase trinken?

Es gibt nun keine Beschränkungen mehr

Welche anderen Regeln und Vorgaben gelten in der viertenPhase?

Folgende wichtige Regeln müssen auf jeden Fall zu 100% eingehalten werden:

  • nehmen Sie täglich 3 Esslöffel Haferkleie zu sich
  • trinken Sie täglich mindestens 1,5 Liter Wasser
  • wenden Sie an, was Sie über Ernährung gelernt haben
  • überspringen Sie keine Mahlzeiten
  • gehen Sie mindestens 20 Minuten pro Tag spazieren
  • jeden Donnerstag ist Proteintag (Wächterfunktion)
  • meiden Sie Aufzüge

Was ist während der vierten Phasen außerdem zu beachten?

  • Regel 1 – keine Angst vor Zunahme
    Das menschliche Gewicht schwankt ständig, unterscheidet sich außerdem gravierend vor dem Schlafengehen und nach dem Aufstehen. Das ist normal und sollte keine Angst machen. Wenn die Angst vor einer neuen Zunahme aber doch mal eintritt, sind nun Mittel bekannt, um dieser entgegenzuwirken: Proteinreiche Ernährung mit Gemüse und den Lebensmitteln aus Phase 3.
  • Regel 2 – jeder Donnerstag ist Proteindonnerstag
    Ein Tag in der Woche ist und bleibt Proteintag. Für diesen Donnerstag gilt nun allerdings, dass nur Dinge gegessen werden, die absolut ohne schlechtes Gewissen verzehrt werden dürfen. Steaks und Filet der ersten Phase, weiße Fische, Meeresfrüchte, das erlaubte Geflügel, Eier, magere Milchprodukte, viel Wasser, wenig Salz, keine Fette oder Öle. Auch Eiweißpulver ist erst an diesem letzten Proteindonnerstag empfehlenswert. Man sollte allerdings auf die erheblichen Qualitäts- und Preisunterschiede achten und vor allem bedenken, dass die Proteine keine Ballaststoffe enthalten.
  • Regel 3 – Bewegung
    Aufzüge und Rolltreppen sollten vermieden werden. Tägliche Bewegung in Form von 20 Minuten Spazierengehen ist gesund. Den Muskeln zu sagen, dass sie sich bewegen sollen, verbraucht äußerst viele Kalorien und hilft auch “Büromenschen” zu ausreichend Verbrennung.
  • Regel 4 – täglich Haferkleie
    3 EL Haferkleie. Für immer. Erlaubt ist auch mehr, allerdings sollten dann Vitamin-Präparate eingenommen werden (Multivitamin), weil die Aufnahme von Haferkleie die Aufnahme von Vitaminen aus der Nahrung hemmt.